News | Kontakt | Impressum | Disclaimer | Datenschutz

Musikverein Ommersheim e.V.

Die Tradition bewahren und mit der Zeit gehen!

Historie gesamt

Die Geschichte der Ommersheimer Musik

(aus der Festschrift "85 Jahre Musik Ommersheim" Juni 1956)

Unlöslich verbunden mit der Existenz des Musikverein Ommersheim sind jene Männer, die vor etwa 85 Jahren (Stand der Dokumentation ist das Jahr 1956) kraft einer echten Lebensfreude und Liebe zur Musik und Frohsinn sich in kleinem Kreis zusammenschlossen, um die Musik zu erlernen und mit ihrem lustigen Spiel im weiten Rund der Nachbardörfer, ja sogar bis ins Grubenrevier um Neunkirchen, Freude in den Alltag der Menschen brachten. Es waren Männer, die die Heimat liebten und in ihren Berufen als Steinhauer, Kalkbrenner, Landwirte und Handwerker fest an der Heimatscholle hängten. Nur so ist es zu verstehen, daß heute eine so große Zahl von Musikern im Musikverein Ommersheim der Tradition der "Ommersheimer Musik" fortsetzen können.
Als 1929 der Musikverein gegründet wurde, war dies wohl der vornehmlichste Zweck und das höchste Ziel der Gründer.

Es ist nicht leicht, all die Namen der Pioniere und Diener der "Ommersheimer Musik" zusammenzutragen und die Daten ihres Wirkens aufzuzeichnen. Der Musikverein verfügt über keinerlei Aufzeichnungen und Urkunden. Unsere nachstehenden Zeilen gründen sich auf die Erinnerungen der ältestens Bürger und Musiker.
Man möge daher entschuldigen, wenn irgend jemand oder das ein oder andere Ereignis nicht angeführt ist.
Die Erinnerungen führen uns zurück bis in die Jahre nach dem Krieg 1870. Um das Jahr 1872 war es gewesen. Eine Gruppe lustiger Burschen und Männer kam zusammen und gründeten die erste Ommersheimer Musikkapelle. Es waren dies der Johann Toussaint, von Beruf Maler, die Gebrüder Georg, Peter und Johann Hartz, genannt "Amme Buwe", Johann Seiler, Andreas Hofmann, genannt "de Meister", von Beruf Kalkbrenner und Ziegler, Andreas Lang, Gastwirt von Beruf.
Diese Männer nahmen ihre Sache sehr ernst, denn man scheute nicht Kosten, noch Zeitaufwand, um zu rechtem Können zu gelangen. Man verpflichtete anfangs die Herren Ludwig Foos aus Ensheim und Wilhelm Röpenak aus Neunkirchen als Musiklehrer.
Wilhelm Röpenak war es auch, der der stark aufkommenden "Ommersheimer Musik" die ersten Musikalien schrieb. Die Musiker zahlen ihm für diese Sammlung - es waren 12 leichte Tänze - pro Stimme ganze 10 Pfennig.

Das Jahr 1873 brachte der Kapelle neuen Aufschwung. Fritz Schüler aus Homburg stammend, ein ehemaliger aktiver Militärmusiker, verheiratete sich nach Ommersheim. Er schloß sich selbstverständlich der Ommersheimer Musik an und eiferte durch seine gute Ausbildung zu guten Leitungen an. Um diese Zeit leitete die Musikproben mit viel Geschick der damalige Schullehrer Georg Bastian. Die schlechte Bezahlung der Schullehrerstelle veranlaßte diesen Mann, an dem die Musiker einen Halt gefunden hatten, zum Berufswechsel. Er trat schon 1874 in den Dienst der pfälzischen Eisenbahn, kam nach Ludwigshafen als Hauptkassierer und verlor die Verbindung mit der Ommersheimer Musik.
Die Musiker gaben nicht auf. "De Meister" übernahm die Leitung.
Man bestellte die damals im Verlag Dennerlein in München erschienene Musikerzeitung und richtete die Selbstausbildung nach dem wöchentlich in der Zeitschrift behandelten Thema der Musik- und Instrumentenlehre. Durchschnittlich traf man sich zweimal wöchentlich zur Musikprobe.
Es muß da immer lustig zugegangen sein, denn die Alten erzählen, daß man ohne Schnaps nicht proben konnte. Zu erwähnen ist noch, daß die Kapelle nur Blasmusik übte. In den Jahren um 1880 gab es eine Änderung. "Amme Buwe", die Gebrüder Hartz, gingen in die Industrie und wanderten nach Neunkirchen aus. Sie waren der Ommersheimer Musik verloren. Aber es ging weiter. Man mußte sich wohl neu konstituieren.

Ommersheimer Musiker 1917, 
von links hinten: Josef Walle, Andreas Uth (Uthe Res, Tuba: Andreas Uth (genannt de Kumper)

Der Bäcker Peter Mohr, der Schuhmacher Toussaint Peter, der Steinhauer Mathias Walle, Andreas Degel, Andreas Uth, der Gastwirt Josef Hofmann und der Feldhüter Johann Hofmann schlossen sich der so neu konstituierten Kapelle an. Auch um die Jahre um 1890 erfolgte wieder eine Umgruppierung. Auch diesmal waren die Gründe in dem Berufsleben der Musiker zu suchen.
Einige Männer traten zurück und neu hinzu kamen die Steinhauer Mathias Lauer, Andreas Jost, Johann Bastian, Peter Uth, Josef Kempf, Josef Schnabel und der Landwirt Andreas Lang. Die Kapellenführung lag in den Händen von Andreas Uth, genannt "Kumper", und Andreas Jost. Erstmals wurde Streichmusik geübt.
Um die Jahrhundertwende gab es wieder eine Auffrischung in der Kapelle. Es kamen hinzu: der Bäcker August Hofmann, die Steinhauer Hugo Wahrheit, Johann Uth, August Walle, Jost Eduard und der erst 12jährige August Toussaint. Vornehmlich wurde Streichmusik gespielt. Ohne besondere Ereignisse verliefen die Jahre bis zum Kriegsausbruch 1914. Fast alle Musiker wurden zu den Fahnen gerufen und so löste löste sich die Kapelle zwangsläufig auf. Im Kriege gingen auch sämtliche Musikalien und Instrumente verloren.

Um das Jahr 1916 sammelte Andreas Uth wieder junge Burschen im jugendlichen Alter bis zu 16 Jahren um sich und erlernte sie die Musik. Es sind zu nennen:
Andreas Uth jun., Georg Sand, Gustav Walle, Alfons Fries, Josef Walle und Wilhelm Grauvogel. Diese Jungens bildeten wieder den Anfang einer Musikkapelle nach dem 1. Weltkrieg. Ihr Kapellmeister Andreas Uth starb am 16. März 1921.
Sein Erbe trat Josef Walle an. Seiner Kapelle schlossen sich in den folgenden Jahren an:
Adolf Walle, Josef Greß, Alois Walle, Viktor Sand, Albert Sorne und Alois Hartz. So gab es bis zum Jahre 1929 in sehr gelockerter, auf großen Idealismus und vieler Liebe zur Musik aufgebaut, fast ununterbrochen eine stattliche Musikkapelle, die überall gern gesehen und gehört wurde.

Geburtstagsständchen zum 50. Geburtstag des Dirigenten Gustav Walle

August Hofmann (Änderung vom Mai 2008, Quelle Josef "Jupp" Hofmann) war die treibende Kraft, diese lose Gemeinschaft in der Form eines Vereins zu festigen. Die Gründung des Musikvereins Ommersheim erfolgte im Juli 1929. Noch im selben Jahre drohte die Auflösung des Vereins und das Ende der "Ommersheimer Musik". Die Musiker ließen sich zu anderen großen Kapellen der neu aufkommenden NS-Organisationen verpflichten.

In Josef Greß fand sich ein Idealist, der sich junge Burschen in die Schulung nahm. Bereits 1937 trat Josef Greß wieder mit einer jungen Musikkapelle auf.

Josef Gress am 1. Juli 1956 auf dem Reiterfest in Herschberg/Pfalz

Es gehörten ihr an:
Josef Greß, 45 Jahre alt, Franz Kettenbaum, 38 Jahre alt, August Schwarz, 15 Jahre alt, Edwin Kettenbaum, 13 Jahre alt, Ewald Greß, 15 Jahre alt, Kempf Julius, 14 Jahre alt, Erwin Niklos, 15 Jahre alt, Greß Josef, 12 Jahre alt, Eduard Bastian, 15 Jahre alt und Viktor Sand, 27 Jahre alt.

Es kam der Krieg 1939, die Evakuierung des Dorfes und die Einberufung aller Musiker, bis auf die beiden älteren Herrn. Es gab nun keine Musikkapelle mehr in Ommersheim. Auch die schweren Nachkriegsjahre erlaubten es nicht, sofort zu beginnen. Die Menschen waren abgestumpft und glaubten unter dem Druck der Besatzungszeit auf Musik und Frohsinn für immer verzichten zu müssen. Josef Greß war es wieder, der 1949 um Genehmigung zur Wiedergründung des Musikvereins Ommersheim nachsuchte.
Die Gründungsversammlung war am 2.10.1949 in der Wirtschaft Schnabel.
Die Genehmigung wurde durch das französische Hohe Kommissariat in Neunkirchen am 28.9.1949 erteilt.

Gründungsmitglieder waren:
Eugen Uth, Josef Greß, Ewald Greß, Adolf Walle, Josef Walle, Gustav Walle und Erwin Vogelgesang. Der Verein zählte nach der Gründung 20 Mitglieder. 1. Vorsitzender wurde Josef Greß, 2. Vorsitzender Josef Walle, Schriftführer Erwin Vogelgesang, Kassierer Heinrich Scheller, Beisitzer im Vorstand waren Eugen Uth und Walle Adolf.
Die sofort konstituierte Musikkapelle war besetzt mit:
Kapellenführer:
Gustav Walle
1. Tenorhorn: Gustav Walle - 2. Tenorhorn: Heinrich Scheller - Baß: Josef Greß, sen. - Flügelhorn: Ewald Greß - Trompete: Josef Walle - Posaune: Eugen Uth - Schlagzeug: Adolf Walle.

Ein Jahr nach der Wiedergründung ging man sehr intensiv an die Arbeit. Die Kapelle bekam mit Bernhard Hoffmann, einem ehem. Musikschüler, wertvollen Zuwachs. Als gut geschultem Musiker übertrug man ihm die Ausbildung des Nachwuchses.
Als Anfänger wurden ausgebildet:
Kurt Hartz, Theo Schweitzer, Müller Peter, Müller Paul, Günther Hartz und Alwin Sonntag. Marcel Tussing und Werner Degro nahmen Privatunterricht für Klarinette. Bereits im Sommer 1950 bestand die Kapelle aus 13 aktiven Musikern. In Gustav Walle stand ihr ein umsichtiger und tüchtiger Lehrer vor. Die Mitgliederzahl stieg auf 33.

Die erste Generalversammlung nach der Wiedergründung brachte folgenden Vorstand:
24.1.1951: 1. Vorsitzender Josef Greß, 2. Vorsitzender Hugo Wahrheit, Schriftführer und Kassierer, Erwin Vogelgesang, Beisitzer: Josef Seiler, Joh. Josef Hofmann, Johann Fuchs, Eugen Uth.

Zum ersten Male trat der Musikverein Ommersheim am 1. und 2. Juli 1951 mit einer größeren Veranstaltung an die Öffentlichkeit.

Das Musikfest, verbunden mit der Feier des 15-jährigen Bestehens, war ein großartiger Erfolg des Vereins.

In diesem Jahre veranstaltete der Verein unter der Leitung von Gustav Walle sechs öffentliche Konzertveranstaltungen.

Die Musikkapelle zählte 17 Musiker. Unterstützt wurde der Verein von weiteren 30 passiven Mitgliedern.

Im Jahre 1952, genau am 20. Juli 1952 übernahm Jakob Preiser die Stabführung im Musikverein Ommersheim.

Die Generalversammlung am 11. Januar 1953 stellte einen Mitgliederstand von 60 Männern fest. Die Musikkapelle zählte 25 aktive Musiker. Die Generalversammlung wählte wieder Josef Greß zum 1. Vorsitzenden. 2. Vorsitzender wurde Johann Josef Hofmann, Kassierer Walle Adolf, Schriftführer Eugen Uth, Beisitzer Greß Ewald und Uth Josef.


Der Mitgliederstand an der Generalversammlung am 24.1.1954 betrug 96 Mitglieder. Davon waren 26 aktive Musiker.
Eine Änderung des Vorstandes wurde wieder von der Generalversammlung am 16.1.1955 vorgenommen.
1. Vorsitzender blieb Josef Greß, 2. Vorsitzender Johann Josef Hofmann, Schriftführer Adolf Grauvogel, Kassierer Eugen Uth, Beisitzer: Josef Uth, Jakob Breyer, Josef Walle u. Hoffmann Bernhard.

Die Generalversammlung des Jahres 1956 stellte wieder ein erfolgreiches Wirken des Vereins und seiner Kapelle fest. Die Leitung der Musikkapelle ging am 20. Juli 1952 in die Hände von Jakob Preiser über. Die Krönung seiner nun 4-jährigen Arbeit wird das Musikfest sein. Jakob Preiser stellt sich mit seiner Kapelle vor:

Musikverein Ommersheim 1956


Möge der Musikverein Ommersheim gestützt auf die Tradition der "Ommersheimer Musik" weiterhin blühen und gedeihen und bleibender Träger des Kulturlebens in der Gemeinde Ommersheim sein.
 

Anmerkung: Wenn man den heutigen Stand des MVO im Kulturleben unseres Dorfes und der Gemeinde betrachtet, so hat sich der Wunsch des Verfassers wohl erfüllt.

Sicher gab es und gibt es im Musikverein Ommersheim viele Persönlichkeiten, ohne die eine solch wunderbare Entwicklung, wie sie auf den Seiten hier dargestellt ist, nie hätte zustande kommen können.
Vielleicht würde jedoch eine namentliche Aufzählung zu weit führen. Einige Namen müssen aber genannt werden.

Josef Gress war es, der dem Musikverein Ommersheim durch sein unermüdliches Bemühen die Kinderschuhe angezogen hat. Nur durch ihn wurde trotz der oder möglicherweise auch gerade wegen der schweren Zeiten der Verein gegründet.

Jakob Preiser hat in den 10 Jahren seiner Dirigententätigkeit nicht nur bei den Wertungsspielen gezeigt, wohin die musikalische Entwicklung gehen soll.

Mit zu den wichtigsten Persönlichkeiten zählt jedoch Bernhard (Bernd) Hoffmann.
Hat er doch schon 1950 mit der Ausbildung von Jugendlichen angefangen, 1958 die erste Jugendkapelle gegründet und 1963 die musikalische Leitung des Vereines übernommen.

Unter der Leitung von Bernhard HoffmannBernhard Hoffmann wurden sowohl der Jugendkapelle als auch dem Großen Orchester unzählige Preise verliehen, bei den die Wertungsspielen des BSM waren hervorragende Beurteilungen fast schon normal, wobei man in keinem Fall die geleistete Probenarbeit vergessen darf, die für solche Ergebnisse nötig war.
Josef Hofmann
Nicht wegzudenken ist auch unser Ehrenvorsitzender Josef Hofmann, der unserem Verein über zwei Jahrzehnte vorgestanden hat. Durch seine geschickten Verhandlungen hat er in vielen Fällen verschlossene Türen wieder geöffnet. Dass Josef Hofmann dazu berufen war, im CISM mitzuarbeiten, erklärt abermal seine Fähigkeiten. Bis heute steht er jederzeit mit Rat und Tat dem Verein zur Seite.

Als im Jahr 1985 Bernhard Hoffmannn die Leitung des Großen Orchesters abgab, hatte die Vorstandschaft unter Herbert Kessler die nicht gerade leichte Aufgabe einen neuen Dirigenten zu suchen. Dass sich Hermann Kahlenbach dafür bereit erklärte, hätte vorher niemand geglaubt. Ein Glücksgriff, wie sich in den folgenden Jahren herausstellte.

Mit ihm wurde die 2. USA-Reise des MVO ein voller Erfolg und die Qualität des Orchesters machte einen Schritt nach vorn, man denke nur an die vielen Rundfunkaufnahmen und die internationalen Wertungsspiele des CISM in Interlaken/Schweiz . Mit Hermann Kahlenbach wurde auch unsere erste CD eingespielt.
Er unterstützte uns nach 1995 weiterhin als aktiver Musiker bis er im Frühjahr 2002 ganz plötzlich verstarb.

 

Bis Ende 1999 konnten wir den Leiter des Polizeimusikkorps des Saarlandes, Thomas Becker, für unseren Verein verpflichten. Mit ihm wurde unsere 3. USA-Reise durchgeführt, bei den Wertungsspielen wurden uns mit die höchsten Wertungen zuteil.

Im Jahr 2000 erhielt das Große Orchester einen neuen Musikalischen Leiter, Stefan Weber, ein wirklicher Meister seines Fachs. In dieser Zeit stand die musikalische Arbeit mit ihm auf gutem Boden. Stefan Weber beendete seine Tätigkeit im Sommer 2004.

Alle 5 Jahre wird ein großes Musikfest über 4 Tage organisiert. Eine funktionierende Vorstandschaft ist hierfür von Nöten, das leuchtet jedem ein.
Nachdem Josef Hofmann 1982 nach zwei Jahrzehnten sein Amt als 1. Vorsitzender zu Verfügung stellte, übernahm Alfred Deutsch, vorher 2. Vorsitzender, diese Arbeit. Es ist mit Sicherheit mehr als ein Ehrenamt, eher ein 2. Job, denn es vergeht wohl kein Tag im Jahr, an dem man nicht mit dieser Arbeit konfrontiert wird.
Als 1984 Herbert Kessler zum "Chef" gewählt wurde, hatte er gleich ein Musikfest zu organisieren und das Problem, einen neuen Dirigenten suchen zu müssen. Er löste diese Aufgaben souverän, ebenso verliefen die Vorbereitungen der USA-Reise.

Nach 8 Jahren war Dr. Hans Bauer ab 1992 als damaliger 2. Mann an der Reihe, den Verein zu führen. Auch er hatte gleich viel Arbeit übernommen, denn es standen wieder Musikfeste und eine USA-Reise an. Die Verpflichtung des neuen Dirigenten Thomas Becker war von Erfolg gekrönt, der Verein entwickelte sich weiter.

Mit Martin Ruffing und seinem Team wurde im Jahr 2000 eine neue (Musiker-) Generation an die Spitze des Vereines gewählt, die in Zusammenarbeit mit der vorherigen Vorstandschaft Stefan Weber als Dirigent verpflichten konnte. Die Durchführung von Probenseminaren in der Toscana und im Süden unserer Republik und der daraus resultierende Erfolg bei den Wertungsspielen zeigt, dass die Vereinspolitik stimmt.
Die jährlichen Neuzugänge an jungen Musikerinnen und Musikern lassen hoffen, dass es auch so weitergeht.

Beim Mitwirken an den Wertungsspielen 2003 erziehlte das Große Orchester mit die höchste Wertung in der Höchststufe im Saarland.

Am Jahresanfang 2004 standen Neuwahlen der gesamten Vorstandschaft an. Um die größtensteils abgeschlossenen Verhandlungen des anstehenden Musikfestes auch in den Händen derjenigen zu belassen, die über Monate hinweg die Geschicke des Vereins geleitet hatten, wurde die Periode auch für die Zukunft (Geschäftsjahr, in dem ein Musikfest stattfindet) um ein Jahr verlängert. Martin Ruffing, der ohnehin die Fäden in der Hand hatte, erklärte sich glücklicherweise dazu bereit.

Im September 2004 wurde über fünf Tage mit einem Zeltfest das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Als Höhepunkt konnten "Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten" für ein Konzert gewonnen werden.
Auch durch diese Veranstaltung machte sich der MVOmmersheim weit über die Grenzen des Saarlandes einen Namen.

Nachdem die letzte Periode ein Jahr verlängert worden war, wurde im Januar 2005 nach drei Jahren eine neue Vorstandschaft gewählt, die sich bis auf den wichtigsten Posten kaum von der vorherigen untscheidet.

Als 1. Vorsitzender stellte sich erneut Dr. Hans Bauer zur Wahl. Mit ihm an der Spitze war es in den sich anschließenden Monaten die wichtigste Aufgabe der Vorstandschaft, einen neuen Dirigenten zu verpflichten. Und um nicht unter Zeitdruck zu stehen, erklärte sich Dr. Eric Grandjean, bereits Dirigent des Schüler- und Jugendorchesters, bereit nun auch das Große Orchester zu leiten. Dies tat er bis im September 2006. Dafür sind wir ihm sehr dankbar.

Damit die musikalische Arbeit weitergehen konnte, erklärte sich Thomas Becker bereit die Zeit der Dirigentensuche zu überbrücken und übernahm die Leitung des Großen Orchesters bis zum Konzert 2006.

Nach sehr kontrovers geführten Diskussionen im letzten Halbjahr 2006 übernahm im Februar 2007 Stefan Weber wieder die Leitung des Großen Orchesters.
Die Neuwahlen der Vorstandschaft im März 2007 sind abgeschlossen, viele neue und junge Mitglieder haben sich bereit erklärt einen verantwortungsvollen Job zu übernehmen.

Im Jahr 2008 wurde nach ausgiebigen Diskussionen beschlossen, 2009 wieder ein Musikfest am Ommersheimer Weiher zu veranstalten.

2008 fuhr das Jugendorchester zu einem 3-tägigen Probenwochenende nach Tholey in die Jugendherberge. In diesem Jahr war zudem das 50-jährige Jubiläum des Jugendorchesters zu bestreiten, was durch ein spannendes und gruseliges Halloween-Musical-Konzert gebührend gefeiert wurde.
Das Große Orchester nahm zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte an der Internationalen Musikparade teil. Stationen der Tournee waren Hildesheim, Redefin (bei Schwerin) und Cottbus.

Im Jubiläumsjahr 2009 konnte mit dem Slogan "WirAchtzigen" und einer motivierten Mannschaft an die Erfolge der letzten Musikfeste angeknüpft werden.
Mit einer Neuordnung des Programmes und der Ausrichtung auf eine breitere Bevölkerungsschicht war an allen 5 Festtagen das Zelt am Gangelbrunnen sehr gut besucht. Ernst Hutter und seine Egerländer fühlten sich im "schönsten bayrischen Zelt außerhalb Bayerns" pudelwohl.  

Mit der Gründung eines gemeinsamen Jugendorchesters geht der MVOmmersheim zumindest in der Region neue Wege. Das Jugendorchester LautStark, ein Projekt von "Musik verbindet Oberwürzbach", dem Musikverein Hochscheid Reichenbrunn und dem Musikverein Ommersheim startet im Juni 2010 mit 30 Kindern und Jugendlichen. Als Dirgent konnte Thomas Leinenbach gewonnen werden, der sich als Glücksgriff für dieses Projekt zeigen sollte.

Ein sehr erfolgreiches Konzert des Großen Orchesters fand am 17. Juni 2012 gemeinsam mit dem Orchesterverein Harmonie Ormesheim in der Congresshalle statt.
Beide Orchester boten hervorragende Musik und zeigten ein sehr hohes musikalisches Niveau.

Im August 2012 übernahm Stefan Kollmann vorerst die Leitung des Großen Orchesters, nachdem Stefan Weber vorübergehend aus beruflichen Gründen die Leitung abgeben musste.

In der Mitgliederversammlung am 17.02.2013 gibt Dr. Hans Bauer nach insgesamt über 13 Jahren Tätigkeit als 1. Vorsitzender sein Amt an den bisherigen 2. Vorsitzenden Francesco Fontana ab. Hans Bauer wird weiterhin dem Verein als 2. Vorsitzender zu Verfügung stehen. Es wird der Beschluss gefasst, 2014 zum 85. Jubiläum wieder ein Musikfest zu veranstalten.

            
Am 26. Januar 2014 wurde in der Mitgliederversammlung Francesco Fontana als 1. Vorsitzender bestätigt und Marc Bauer löst seinen Vater Hans Bauer als 2. Vorsitzenden ab. Die insgesamt 24 Mitglieder des Vorstandes haben sich vorgenommen im September wieder ein Musikfest auf die Beine zu stellen.

Unter dem Motto "Best of MVO" gestaltete das Große Orchester am 12. Juli 2014 ein Festkonzert, das an die Dirigenten erinnerte, die beim Musikverein bis jetzt die Musikalische Leitung übernommen hatten.
Mit historischen Fotos und Werken, die damals bis heute gespielt wurden, begeisterte man das Publikum.
Mit enormen Engagement und durch Unterstützung der örtlichen Vereine wurde das Musikfest "2014-YesWeCan" ein voller Erfolg. Die 5 Tage am Ommersheimer Weiher zeigten, was der Ort zu leisten vermag.
Nachdem 2015 ein am Palmsonntag geplantes Kirchenkonzert nicht in der Ommersheimer Kirche stattfinden konnte, wurde mit der Pfarrei in Aßweiler ein willkommener Partner gefunden, so konnten bis 2017 schon drei Konzerte mit großem Zuspruch gespielt werden.
Ein kurzer Trip im Sommer 2016 nach Marktoberdorf und eine mehrtägige Reise im Herbst nach Natz in Südtirol tat dem Verein gut, die gemeinsame Zeit im Hotel "Sun" hinterließ viele schöne Erinnerungen.