Historie Gesamt
Die Geschichte der Ommersheimer Musik(aus der Festschrift "85 Jahre Musik Ommersheim" Juni 1956)
Unlöslich verbunden mit der Existenz des Musikverein
Ommersheim sind jene Männer, die vor etwa 85 Jahren (Stand der Dokumentation
ist das Jahr 1956) kraft einer echten Lebensfreude und Liebe zur Musik und
Frohsinn sich in kleinem Kreis zusammenschlossen, um die Musik zu erlernen und
mit ihrem lustigen Spiel im weiten Rund der Nachbardörfer, ja sogar bis ins
Grubenrevier um Neunkirchen, Freude in den Alltag der Menschen brachten. Es waren
Männer, die die Heimat liebten und in ihren Berufen als Steinhauer,
Kalkbrenner, Landwirte und Handwerker fest an der Heimatscholle hängten. Nur
so ist es zu verstehen, daß heute eine so große Zahl von Musikern im
Musikverein Ommersheim der Tradition der "Ommersheimer Musik" fortsetzen
können.
Als 1929 der Musikverein gegründet wurde, war dies wohl der vornehmlichste
Zweck und das höchste Ziel der Gründer.
Es ist nicht leicht, all die Namen der Pioniere und Diener der
"Ommersheimer Musik" zusammenzutragen und die Daten ihres Wirkens aufzuzeichnen.
Der Musikverein verfügt über keinerlei Aufzeichnungen und Urkunden.
Unsere nachstehenden Zeilen gründen sich auf die Erinnerungen der
ältestens Bürger und Musiker. Man möge daher entschuldigen, wenn
irgend jemand oder das ein oder andere Ereignis nicht angeführt ist.
Die Erinnerungen führen uns zurück bis in die Jahre nach
dem Krieg 1870. Um das Jahr 1872 war es gewesen. Eine Gruppe lustiger Burschen
und Männer kam zusammen und gründeten die erste Ommersheimer
Musikkapelle. Es waren dies der Johann Toussaint, von Beruf Maler, die
Gebrüder Georg, Peter und Johann Hartz, genannt "Amme Buwe", Johann Seiler,
Andreas Hofmann, genannt "de Meister", von Beruf Kalkbrenner und Ziegler, Andreas
Lang, Gastwirt von Beruf.
Diese Männer nahmen ihre Sache sehr ernst, denn man scheute nicht Kosten,
noch Zeitaufwand, um zu rechtem Können zu gelangen. Man verpflichtete
anfangs die Herren Ludwig Foos aus Ensheim und Wilhelm Röpenak aus
Neunkirchen als Musiklehrer.
Wilhelm Röpenak war es auch, der der stark aufkommenden "Ommersheimer Musik"
die ersten Musikalien schrieb. Die Musiker zahlen ihm für diese Sammlung -
es waren 12 leichte Tänze - pro Stimme ganze 10 Pfennig.
Das Jahr 1873 brachte der Kapelle neuen Aufschwung. Fritz
Schüler aus Homburg stammend, ein ehemaliger aktiver Militärmusiker,
verheiratete sich nach Ommersheim. Er schloß sich selbstverständlich
der Ommersheimer Musik an und eiferte durch seine gute Ausbildung zu guten
Leitungen an. Um diese Zeit leitete die Musikproben mit viel Geschick der
damalige Schullehrer Georg Bastian. Die schlechte Bezahlung der Schullehrerstelle
veranlaßte diesen Mann, an dem die Musiker
einen Halt gefunden hatten, zum Berufswechsel. Er trat schon 1874 in den
Dienst der pfälzischen Eisenbahn, kam nach Ludwigshafen als Hauptkassierer
und verlor die Verbindung mit der Ommersheimer Musik.
Die Musiker gaben nicht auf. "De Meister" übernahm die Leitung. Man
bestellte die damals im Verlag Dennerlein in München erschienene
Musikerzeitung und richtete die Selbstausbildung nach dem wöchentlich in der
Zeitschrift behandelten Thema der Musik- und Instrumentenlehre. Durchschnittlich
traf man sich zweimal wöchentlich zur Musikprobe. Es muß da immer
lustig zugegangen sein, denn die Alten erzählen, daß man ohne Schnaps
nicht proben konnte. Zu erwähnen ist noch,
daß die Kapelle nur Blasmusik übte. In den Jahren um 1880 gab es
eine Änderung. "Amme Buwe", die Gebrüder Hartz, gingen in die Industrie
und wanderten nach Neunkirchen aus. Sie waren der Ommersheimer Musik verloren.
Aber es ging weiter. Man mußte sich wohl neu konstituieren.

Ommersheimer Musiker 1917
von links hinten: Josef Walle, Andreas Uth (Uthe Res)
Tuba: Andreas Uth (genannt de Kumper)
Der Bäcker Peter Mohr, der Schuhmacher Toussaint Peter, der
Steinhauer Mathias Walle, Andreas Degel, Andreas Uth, der Gastwirt Josef Hofmann
und der Feldhüter Johann Hofmann schlossen sich der so neu konstituierten
Kapelle an. Auch um die Jahre um 1890 erfolgte wieder eine Umgruppierung. Auch
diesmal waren die Gründe in dem Berufsleben der Musiker zu suchen.
Einige Männer traten zurück und neu hinzu kamen die Steinhauer Mathias
Lauer, Andreas Jost, Johann Bastian, Peter Uth, Josef Kempf, Josef Schnabel und
der Landwirt Andreas Lang. Die Kapellenführung lag in den Händen von
Andreas Uth, genannt "Kumper", und Andreas Jost. Erstmals wurde Streichmusik
geübt.
Um die Jahrhundertwende gab es wieder eine Auffrischung in der Kapelle. Es kamen
hinzu: der Bäcker August Hofmann, die Steinhauer Hugo Wahrheit, Johann Uth,
August Walle, Jost Eduard und der erst 12jährige August Toussaint.
Vornehmlich wurde Streichmusik gespielt. Ohne besondere Ereignisse verliefen die
Jahre bis zum Kriegsausbruch 1914. Fast alle Musiker wurden zu den Fahnen
gerufen und so löste löste sich die Kapelle zwangsläufig auf. Im
Kriege gingen auch sämtliche Musikalien und Instrumente verloren.
Andreas Uth jun., Georg Sand, Gustav Walle, Alfons Fries, Josef Walle und Wilhelm
Grauvogel. Diese Jungens bildeten wieder den Anfang einer Musikkapelle nach dem
1. Weltkrieg. Ihr Kapellmeister Andreas Uth starb am 16. März 1921. Sein
Erbe trat Josef Walle an. Seiner Kapelle schlossen sich in den folgenden Jahren
an: Adolf Walle, Josef Greß, Alois Walle, Viktor Sand, Albert Sorne und
Alois Hartz. So gab es bis zum Jahre 1929 in sehr gelockerter, auf
großen Idealismus und vieler Liebe zur Musik aufgebaut, fast
ununterbrochen eine stattliche Musikkapelle, die überall gern gesehen und
gehört wurde.
Geburtstagsständchen zum 50. Geburtstag des Dirigenten Gustav Walle
August Hofmann (Änderung vom Mai 2008, Quelle Josef "Jupp" Hofmann) war die treibende Kraft, diese lose Gemeinschaft in der Form eines Vereins zu festigen. Die Gründung des Musikvereins Ommersheim erfolgte im Juli 1929. Noch im selben Jahre drohte die Auflösung des Vereins und das Ende der "Ommersheimer Musik". Die Musiker ließen sich zu anderen großen Kapellen der neu aufkommenden NS-Organisationen verpflichten.
In Josef Greß fand sich ein Idealist, der sich junge
Burschen in die Schulung nahm. Bereits 1937 trat Josef Greß wieder mit
einer jungen Musikkapelle auf.
Josef Gress am 1. Juli 1956 auf dem Reiterfest in Herschberg/Pfalz
Es gehörten ihr an:
Josef Greß, 45 Jahre alt, Franz Kettenbaum, 38 Jahre alt, August Schwarz, 15 Jahre alt, Edwin Kettenbaum, 13 Jahre alt, Ewald Greß, 15 Jahre alt, Kempf Julius, 14 Jahre alt, Erwin Niklos, 15 Jahre alt, Greß Josef, 12 Jahre alt, Eduard Bastian, 15 Jahre alt und Viktor Sand, 27 Jahre alt.
Es kam der Krieg 1939, die Evakuierung des Dorfes und die
Einberufung aller Musiker, bis auf die beiden älteren Herrn. Es gab nun
keine Musikkapelle mehr in Ommersheim. Auch die schweren Nachkriegsjahre
erlaubten es nicht, sofort zu beginnen. Die Menschen waren abgestumpft und
glaubten unter dem Druck der Besatzungszeit auf Musik und Frohsinn für immer
verzichten zu müssen. Josef Greß war es wieder, der 1949 um
Genehmigung zur Wiedergründung des Musikvereins Ommersheim nachsuchte.
Die Gründungsversammlung war am 2.10.1949 in der Wirtschaft
Schnabel. Die Genehmigung wurde durch das französische Hohe
Kommissariat in Neunkirchen am 28.9.1949 erteilt. Gründungsmitglieder waren:
Eugen Uth, Josef Greß, Ewald Greß, Adolf Walle, Josef Walle, Gustav
Walle und Erwin Vogelgesang. Der Verein zählte nach der Gründung 20
Mitglieder. 1. Vorsitzender wurde Josef Greß, 2. Vorsitzender Josef Walle,
Schriftführer Erwin Vogelgesang, Kassierer Heinrich Scheller, Beisitzer im
Vorstand waren Eugen Uth und Walle Adolf. Die sofort konstituierte Musikkapelle
war besetzt mit:
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Kapellenführer: Gustav Walle |
1. Tenorhorn: Gustav Walle |
2. Tenorhorn: Heinrich Scheller |
Baß: Josef Greß, sen. |
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Flügelhorn: Ewald Greß |
Trompete: Josef Walle |
Posaune: Eugen Uth |
Schlagzeug: Adolf Walle. |
Ein Jahr nach der Wiedergründung ging man sehr intensiv an
die Arbeit. Die Kapelle bekam mit Bernhard Hoffmann, einem ehem.
Musikschüler, wertvollen Zuwachs. Als gut geschultem Musiker übertrug
man ihm die Ausbildung des Nachwuchses.
Als Anfänger wurden ausgebildet:
Kurt Hartz, Theo Schweitzer, Müller Peter, Müller Paul, Günther
Hartz und Alwin Sonntag. Marcel Tussing und Werner Degro nahmen Privatunterricht
für Klarinette. Bereits im Sommer 1950 bestand die Kapelle aus 13 aktiven
Musikern. In Gustav Walle stand ihr ein umsichtiger und tüchtiger Lehrer
vor. Die Mitgliederzahl stieg auf 33.
Die erste Generalversammlung nach der Wiedergründung
brachte folgenden Vorstand:
24.1.1951
1. Vorsitzender Josef Greß, 2. Vorsitzender Hugo Wahrheit,
Schriftführer und Kassierer, Erwin Vogelgesang, Beisitzer: Josef Seiler,
Joh. Josef Hofmann, Johann Fuchs, Eugen Uth.
Zum ersten Male trat der Musikverein Ommersheim am 1. und 2. Juli 1951 mit einer größeren Veranstaltung an die Öffentlichkeit. Das Musikfest, verbunden mit der Feier des 15-jährigen Bestehens, war ein großartiger Erfolg des Vereins. In diesem Jahre veranstaltete der Verein unter der Leitung von Gustav Walle sechs öffentliche Konzertveranstaltungen. Die Musikkapelle zählte 17 Musiker. Unterstützt wurde der Verein von weiteren 30 passiven Mitgliedern.
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Jakob Preiser wird am 5. August 1961 beim Musikfest geehrt.
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Die Generalversammlung am 11. Januar 1953 stellte einen
Mitgliederstand von 60 Männern fest. Die Musikkapelle zählte 25
aktive Musiker. Die Generalversammlung wählte wieder Josef Greß zum
1. Vorsitzenden. 2. Vorsitzender wurde Johann Josef Hofmann, Kassierer Walle
Adolf, Schriftführer Eugen Uth, Beisitzer Greß Ewald und Uth
Josef.
Der Mitgliederstand an der Generalversammlung am 24.1.1954 betrug 96
Mitglieder. Davon waren 26 aktive Musiker.
Eine Änderung des Vorstandes wurde wieder von der Generalversammlung am
16.1.1955 vorgenommen.
1. Vorsitzender blieb Josef Greß, 2. Vorsitzender Johann Josef Hofmann,
Schriftführer Adolf Grauvogel, Kassierer Eugen Uth, Beisitzer: Josef Uth,
Jakob Breyer, Josef Walle u. Hoffmann Bernhard.
Die Generalversammlung des Jahres 1956 stellte wieder ein
erfolgreiches Wirken des Vereins und seiner Kapelle fest. Die Leitung der
Musikkapelle ging am 20. Juli 1952 in die Hände von Jakob Preiser
über. Die Krönung seiner nun 4-jährigen Arbeit wird das
Musikfest sein. Jakob Preiser stellt sich mit seiner Kapelle vor:
Musikverein Ommersheim 1956
Möge der Musikverein Ommersheim gestützt auf die Tradition der "Ommersheimer Musik" weiterhin blühen und gedeihen und bleibender Träger des Kulturlebens in der Gemeinde Ommersheim sein.
Anmerkung: Wenn man den heutigen Stand des MVO im Kulturleben unseres Dorfes und der Gemeinde betrachtet, so hat sich der Wunsch des Verfassers wohl erfüllt.
Sicher gab es und gibt es im Musikverein Ommersheim viele
Persönlichkeiten, ohne die eine solch wunderbare Entwicklung, wie sie auf
den Seiten hier dargestellt ist, nie hätte zustande kommen
können.
Vielleicht würde jedoch eine namentliche Aufzählung zu weit
führen. Einige Namen müssen aber genannt werden.
Josef Gress war es, der dem Musikverein Ommersheim durch sein unermüdliches Bemühen die Kinderschuhe angezogen hat. Nur durch ihn wurde trotz der oder möglicherweise auch gerade wegen der schweren Zeiten der Verein gegründet.
Jakob Preiser hat in den 10 Jahren seiner Dirigententätigkeit nicht nur bei den Wertungsspielen gezeigt, wohin die musikalische Entwicklung gehen soll.
Mit zu den wichtigsten Persönlichkeiten zählt jedoch
Bernhard (Bernd) Hoffmann.
Hat er doch schon 1950 mit der Ausbildung von Jugendlichen angefangen, 1958 die
erste Jugendkapelle gegründet und 1963 die musikalische Leitung des
Vereines übernommen.
Unter der Leitung von Bernhard Hoffmann
wurden sowohl der Jugendkapelle als auch dem Großen
Orchester unzählige Preise verliehen, bei den die Wertungsspielen des BSM
waren hervorragende Beurteilungen fast schon normal, wobei man in keinem Fall
die geleistete Probenarbeit vergessen darf, die für solche Ergebnisse
nötig war.

Nicht wegzudenken ist auch unser Ehrenvorsitzender Josef
Hofmann, der unserem Verein über zwei Jahrzehnte vorgestanden hat. Durch
seine geschickten Verhandlungen hat er in vielen Fällen verschlossene
Türen wieder geöffnet. Dass Josef Hofmann dazu berufen war, im CISM
mitzuarbeiten, erklärt abermal seine Fähigkeiten. Bis heute steht er
jederzeit mit Rat und Tat dem Verein zur Seite.
Als im Jahr 1985 Bernhard Hoffmannn die Leitung des
Großen Orchesters abgab, hatte die Vorstandschaft unter Herbert Kessler
die nicht gerade leichte Aufgabe einen neuen Dirigenten zu suchen.
Dass sich Hermann Kahlenbach dafür bereit erklärte,
hätte vorher niemand geglaubt. Ein Glücksgriff, wie sich in den
folgenden Jahren herausstellte.
Mit ihm wurde die 2. USA-Reise des MVO ein voller Erfolg und die Qualität
des Orchesters machte einen Schritt nach vorn, man denke nur an die vielen
Rundfunkaufnahmen und die internationalen Wertungsspiele des CISM in
Interlaken/Schweiz . Mit Hermann Kahlenbach wurde auch unsere erste CD
eingespielt.
Er unterstützte uns nach 1995 weiterhin als aktiver Musiker bis er im
Frühjahr 2002 ganz plötzlich verstarb.
Bis Ende 1999 konnten wir den Leiter des Polizeimusikkorps des Saarlandes,
Thomas Becker, für unseren Verein verpflichten. Mit ihm wurde unsere 3.
USA-Reise durchgeführt, bei den Wertungsspielen wurden uns mit die
höchsten Wertungen zuteil.
Im Jahr 2000 erhielt das Große Orchester einen neuen Musikalischen
Leiter, Stefan Weber, ein wirklicher Meister seines Fachs. In dieser Zeit stand
die musikalische Arbeit mit ihm auf gutem Boden. Stefan Weber beendete seine
Tätigkeit im Sommer 2004.
Alle 5 Jahre wird ein großes Musikfest über 4 Tage
organisiert. Eine funktionierende Vorstandschaft ist hierfür von
Nöten, das leuchtet jedem ein.
Nachdem Josef Hofmann 1982 nach zwei Jahrzehnten sein Amt als 1. Vorsitzender
zu Verfügung stellte, übernahm Alfred Deutsch, vorher 2.
Vorsitzender, diese Arbeit. Es ist mit Sicherheit mehr als ein Ehrenamt, eher
ein 2. Job, denn es vergeht wohl kein Tag im Jahr, an dem man nicht mit dieser
Arbeit konfrontiert wird.
Als 1984 Herbert Kessler zum "Chef" gewählt
wurde, hatte er gleich ein Musikfest zu organisieren und das Problem, einen
neuen Dirigenten suchen zu müssen. Er löste diese Aufgaben
souverän, ebenso verliefen die Vorbereitungen der USA-Reise. 
Nach 8 Jahren war Dr. Hans Bauer ab 1992 als damaliger 2. Mann
an der Reihe, den Verein zu führen. Auch er hatte gleich viel Arbeit
übernommen, denn es standen wieder Musikfeste und eine USA-Reise an. Die
Verpflichtung des neuen Dirigenten Thomas Becker war von
Erfolg gekrönt, der Verein entwickelte sich weiter.
Mit
Martin Ruffing und seinem Team wurde im Jahr 2000 eine neue
(Musiker-) Generation an die Spitze des Vereines gewählt, die in
Zusammenarbeit mit der vorherigen Vorstandschaft Stefan Weber als Dirigent
verpflichten konnte. Die Durchführung von Probenseminaren in der Toscana
und im Süden unserer Republik und der daraus resultierende Erfolg bei den
Wertungsspielen zeigt, dass die Vereinspolitik stimmt.
Die jährlichen Neuzugänge an jungen Musikerinnen und Musikern lassen
hoffen, dass es auch so weitergeht.
Beim Mitwirken an den Wertungsspielen 2003 erziehlte das Große Orchester mit die höchste Wertung in der Höchststufe im Saarland.
Am Jahresanfang 2004 standen Neuwahlen der gesamten
Vorstandschaft an. Um die größtensteils abgeschlossenen
Verhandlungen des anstehenden Musikfestes auch in den Händen derjenigen zu
belassen, die über Monate hinweg die Geschicke des Vereins geleitet
hatten, wurde die Periode auch für die Zukunft (Geschäftsjahr, in dem
ein Musikfest stattfindet) um ein Jahr verlängert. Martin Ruffing, der
ohnehin die Fäden in der Hand hatte, erklärte sich
glücklicherweise dazu bereit.
Im September 2004 wurde über fünf Tage mit einem Zeltfest das
75-jährige Jubiläum gefeiert. Als Höhepunkt konnten "Ernst
Hutter und die Egerländer Musikanten" für ein Konzert gewonnen
werden.
Auch durch diese Veranstaltung machte sich der MVOmmersheim weit über die
Grenzen des Saarlandes einen Namen.
Nachdem die letzte Periode ein Jahr verlängert worden war, wurde
im Januar 2005 nach drei Jahren eine neue Vorstandschaft gewählt, die sich
bis auf den wichtigsten Posten kaum von der vorherigen untscheidet.
Als 1. Vorsitzender stellte sich erneut Dr. Hans Bauer zur Wahl. Mit ihm an der Spitze war es in den sich anschließenden Monaten die wichtigste Aufgabe der Vorstandschaft, einen neuen Dirigenten zu verpflichten. Und um nicht unter Zeitdruck zu stehen, erklärte sich Dr. Eric Grandjean, bereits Dirigent des Schüler- und Jugendorchesters, bereit nun auch das Große Orchester zu leiten. Dies tat er bis im September 2006. Dafür sind wir ihm sehr dankbar.
Damit die musikalische Arbeit weitergehen konnte, erklärte sich Thomas Becker bereit die Zeit der Dirigentensuche zu überbrücken und übernahm die Leitung des Großen Orchesters bis zum Konzert 2006.
Nach sehr kontrovers geführten Diskussionen im letzten Halbjahr 2006
übernahm im Februar 2007 Stefan Weber wieder die Leitung des Großen
Orchesters.
Die Neuwahlen der Vorstandschaft im März 2007 sind abgeschlossen, viele neue
und junge Mitglieder haben sich bereit erklärt einen verantwortungsvollen
Job zu übernehmen.
Im Jahr 2008 wurde nach ausgiebigen Diskussionen beschlossen, 2009 wieder ein Musikfest am Ommersheimer Weiher zu veranstalten.
2008 fuhr das Jugendorchester zu einem 3-tägigen Probenwochenende nach
Tholey in die Jugendherberge. In diesem Jahr war zudem das 50-jährige
Jubiläum des Jugendorchesters zu bestreiten, was durch ein spannendes und
gruseliges Halloween-Musical-Konzert gebührend gefeiert wurde.
Das Große Orchester nahm zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte an der
„Internationalen Musikparade“ teil. Stationen der
„Tournee“ waren Hildesheim, Redefin (bei Schwerin) und Cottbus.
Im Jubiläumsjahr 2009 konnte mit dem Slogan "WirAchtzigen" und einer
motivierten Mannschaft an die Erfolge der letzten Musikfeste angeknüpft
werden.
Mit einer Neuordnung des Programmes und der Ausrichtung auf eine breitere
Bevölkerungsschicht war an allen 5 Festtagen das Zelt am Gangelbrunnen sehr
gut besucht. Ernst Hutter und seine Egerländer fühlten sich im
"schönsten bayrischen Zelt außerhalb Bayerns" pudelwohl.
